Aktuelle Themen

Vorbereitungen auf Hochtouren

Die Kul­tu­ren auf den Demo­par­zel­len haben einen ordent­li­chen Wachs­tums­schub. „Bedingt durch das schö­ne Wet­ter waren wir mit vie­len Hilfs­kräf­ten in den letz­ten Wochen am Jäten und muss­ten auch bewäs­sern“, sagt Ver­suchs­tech­ni­ker Samu­el Bim­mer­mann und ergänzt: „Zudem ist kürz­lich bei bes­tem Wet­ter die Aus­saat von Mais und Zwi­schen­früch­ten Soja und Kar­tof­feln erfolgt.“ Auch der Stall­neu­bau schrei­tet vor­an. Wir gehen davon aus, dass die Milch­kü­he noch vor den Öko-Fel­d­­ta­­gen umzie­hen können.

Klima (be)greifbar machen

Die Öko-Fel­d­­ta­­ge 2022 auf dem Glad­bach­er­hof beschäf­ti­gen sich unter ande­rem mit den The­men Kli­ma­kri­se und Kli­ma­an­pas­sung. Im Rah­men eines Kli­ma­Rund­gangs zei­gen Wissenschaftler*innen in acht Berei­chen und cir­ca 20 Sta­tio­nen die Her­aus­for­de­run­gen für die Land­wirt­schaft und mög­li­che Lösungsansätze.

Öko-Feldtage 2022: Wege zu mehr Ökolandbau

Die Öko-Fel­d­­ta­­ge zei­gen vom 28. bis 30. Juni 2022 auf der Hes­si­schen Staats­do­mä­ne Glad­bach­er­hof in Vill­mar alles, was die öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft zu bie­ten hat. Land­wir­tin­nen und Land­wir­te kön­nen sich auf dem Ver­suchs­gut der Uni­ver­si­tät Gie­ßen umfas­send über Neu­hei­ten aus Land­tech­nik, Pflan­zen­bau, Tier­hal­tung und For­schung informieren.

Mit Mulch gegen die Klimakrise 

Eine Sta­ti­on des Kli­ma­rund­gangs auf den Öko-Fel­d­­ta­­gen ist ein Mulch­ge­mü­se­feld. For­schen­de der Jus­­tus-Lie­­big-Uni­­ver­­­si­­tät Gie­ßen legen ab Mai auf dem Glad­bach­er­hof ein Ver­suchs­feld mit Weiß­kohl im Mulch an, um dort ihre Treib­haus­gas­mes­sun­gen vor­zu­füh­ren. Dane­ben demons­trie­ren sie, wie sie jun­ge Gemü­se­pflan­zen maschi­nell in das Mulchma­te­ri­al ein­set­zen. Den Hin­ter­grund des Pra­xis­ver­suchs erklärt Bryan Dix von der Uni­ver­si­tät Gießen:

Universität Gießen präsentiert sich vielfältig

Prof. Dr. Andre­as Gat­tin­ger ist wis­sen­schaft­li­cher Lei­ter des Lehr- und Ver­suchs­be­triebs Glad­bach­er­hof und hat an der Jus­­tus-Lie­­big-Uni­­ver­­­si­­tät Gie­ßen die Pro­fes­sur für Öko­lo­gi­schen Land­bau mit dem Schwer­punkt nach­hal­ti­ge Boden­nut­zung inne. Im Inter­view sagt er, wel­che Akti­vi­tä­ten die Uni auf den Öko-Fel­d­­ta­­gen 2022 plant.

Neuer Forschungsstall

Die pan­de­mie­be­ding­te Ver­schie­bung der Öko-Fel­d­­ta­­ge bringt immer­hin min­des­tens einen Vor­teil mit sich: „Der Bau des neu­en Milch­vieh­stalls auf dem Glad­bach­er­hof schrei­tet vor­an. Wir sind wei­ter­hin opti­mis­tisch, dass wir ihn auf den Öko-Fel­d­­ta­­gen prä­sen­tie­ren zu kön­nen“, sagt Betriebs­lei­ter Johan­nes Eisert. Der Stall bie­tet zukünf­tig Platz für bis zu 128 Kühe und macht es mög­lich, die Her­de aufzuteilen.

Der Klimakrise begegnen

Die Öko-Fel­d­­ta­­ge 2022 auf dem Glad­bach­er­hof beschäf­ti­gen sich unter ande­rem mit den The­men Kli­ma­kri­se und Kli­ma­an­pas­sung. Im Rah­men eines Kli­ma­par­cours zei­gen ver­schie­de­ne Sta­tio­nen die Her­aus­for­de­run­gen für die Land­wirt­schaft und mög­li­che Lösungs­an­sät­ze. Was macht der Glad­bach­er­hof als Lehr- und Ver­suchs­be­trieb der Uni­ver­si­tät Gie­ßen bereits jetzt, um in der täg­li­chen Bewirt­schaf­tung wie auch im For­schungs­be­trieb das The­ma Kli­ma zu berück­sich­ti­gen? Johan­nes Eisert, Betriebs­lei­ter des Glad­bach­er­ho­fes, erklärt im Inter­view die Maßnahmen.

Schwerpunkt Klima

Wie kön­nen die Besu­che­rin­nen und Besu­cher The­men rund um den Schwer­punkt Kli­ma auf den Öko-Fel­d­­ta­­gen pra­xis­nah erle­ben? Vie­le span­nen­de „Kli­ma­sta­tio­nen“ plant Les­lie Risch mit einem Team von Fach­leu­ten. Im Bereich Kli­ma­be­ra­tung wird der Lan­des­be­trieb Land­wirt­schaft Hes­sen (LLH) bei­spiels­wei­se ein inter­ak­ti­ves Kli­ma­mo­dell zei­gen. In einem Plan­spiel kön­nen Besucher*innen Maß­nah­men aus­wäh­len, wel­che ent­we­der zu einer Reduk­ti­on der Treib­haus­gas­emis­sio­nen oder zu einer Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del bei­tra­gen. Mit­hil­fe des Kli­ma­mo­dells ist es mög­lich, einen kli­ma­op­ti­mier­ten Betrieb aufzubauen.

Agroforst auf Grünland

Ende Novem­ber wur­de auf dem Glad­bach­er­hof das zwei­te Agro­forst­sys­tem ange­legt. Es han­delt sich um ein soge­nann­tes silvo­pa­sto­ra­les Sys­tem, bei dem Bäu­me auf einem acht Hekt­ar gro­ßen, neu ange­leg­ten Grün­land­schlag ste­hen. Hier sol­len ab nächs­tem Jahr Milch­kü­he des Glad­bach­er­hofs gra­sen. „Über meh­re­re Tage haben wir mit der tat­kräf­ti­gen Unter­stüt­zung von cir­ca 50 Stu­die­ren­den eines Agro­forst­se­mi­nars über 400 Bäu­me gepflanzt“, sagt Dr. Phil­ipp Wecken­b­rock, der von Sei­ten der Uni­ver­si­tät Gie­ßen die Agro­forst­flä­chen betreut.

Demoparzellen winterfest

Unse­re Ver­suchs­tech­ni­ker haben bereits 350 Par­zel­len auf der Demo­flä­che gesät, dar­un­ter zum Bei­spiel Win­te­run­gen von fein­sa­mi­gen und groß­kör­ni­gen Legu­mi­no­sen, Raps und Getrei­de. Durch den Ein­satz eines leich­ten Ein­achs-Gerä­­te­­trä­­gers mit Kreis­eleg­ge schaff­ten sie ein idea­les Saat­bett. Mit die­ser Gerä­te­kom­bi­na­ti­on ver­mei­den sie schäd­li­chen Boden­druck und nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Flä­chen und auf die Wege neben den Parzellen.