Öko-Feldtage: Termin 2022 steht

Die drit­ten bun­des­wei­ten Öko-Feld­ta­ge fin­den vom 28. bis 30. Juni 2022 auf der Hes­si­schen Staats­do­mä­ne Glad­bach­er­hof in Vill­mar statt. Sie wur­den von zwei auf drei Tage erweitert.

„Wir bli­cken mit gro­ßer Vor­freu­de und Zuver­sicht auf 2022“, sagt Pro­jekt­lei­ter Cars­ten Vel­ler von der FiBL Pro­jek­te GmbH. Pan­de­mie­be­dingt muss­ten die Öko-Feld­ta­ge vom regu­lär geplan­ten Ter­min in 2021 auf das kom­men­de Jahr ver­scho­ben wer­den. Das bringt neben einer völ­lig neu­en Pla­nung auch Vor­tei­le mit sich: „Wir gehen davon aus, dass der neue Milch­vieh­stall auf dem Glad­bach­er­hof bis zur Ver­an­stal­tung steht“, so Vel­ler. Die Bau­ar­bei­ten sind in vol­lem Gang. Der neue Stall bie­tet zukünf­tig Platz für bis zu 128 Kühe. „Der Stall macht es mög­lich, die Her­de auf­zu­tei­len und dadurch die kom­ple­xen Wir­kun­gen von öko­lo­gi­scher High- und Low-Input Milch­pro­duk­ti­on auf Tier, Pflan­ze und Umwelt zu unter­su­chen“, erklärt Pro­fes­sor Andre­as Gat­tin­ger, wis­sen­schaft­li­cher Lei­ter des Glad­bach­er­hofs. „Durch den Ein­satz digi­ta­ler Tech­ni­ken in der Tier­hal­tung und im Pflan­zen­bau kön­nen wir somit unter Real­be­din­gun­gen wert­vol­le Daten für die prak­ti­sche Betriebs­füh­rung und die For­schung gewin­nen. Das alles stel­len wir unse­ren Besucher*innen dann live auf den Öko-Feld­ta­gen vor“, ergänzt der Wissenschaftler.
Die Aus­stel­lungs­flä­che ist schon vor­be­rei­tet, sodass die Anla­ge der Demo­par­zel­len im Herbst 2021 wie­der neu begin­nen kann. Die drit­ten Öko-Feld­ta­ge fin­den auf der Hes­si­schen Staats­do­mä­ne Glad­bach­er­hof, dem Lehr- und Ver­suchs­gut der Jus­tus-Lie­big-Uni­ver­si­tät Gie­ßen statt. Aus­stel­lungs- und Ver­suchs­flä­chen wer­den auf einem weit­läu­fi­gen Gelän­de von fast 20 Hekt­ar prä­sen­tiert mit zahl­rei­chen Pro­gramm­punk­ten wie Maschi­nen­vor­füh­run­gen, Fach­fo­ren und For­schungs­vor­ha­ben im Pflan­zen­bau und in der Tierhaltung.

Wie­der­an­mel­dun­gen laufen

„Wir bedan­ken uns sehr für die Geduld aller Aus­stel­len­den, unse­ren Mit­ver­an­stal­ten­den und den Spon­so­ren“, sagt Pro­jekt­lei­ter Vel­ler und ergänzt: „Es kos­tet Ener­gie und Abstim­mung, eine sol­che Groß­ver­an­stal­tung wie­der ganz neu in tro­cke­ne Tücher zu brin­gen. Aber gemein­sam haben wir es geschafft und sehen nun mit einem lachen­den Auge auf posi­ti­ve Aspek­te, wie den For­schungs­stall und die Fort­schrit­te auf den Agroforstflächen.“
Zur­zeit läuft die Aktua­li­sie­rung der Anmel­dun­gen. Alle Aus­stel­len­den müs­sen ihre Teil­nah­me zum neu­en Ter­min bestä­ti­gen. Für Flä­chen im Außen­be­reich ohne Demons­tra­ti­ons­par­zel­len und Maschi­nen­vor­füh­run­gen kön­nen sich Inter­es­sier­te bis zum 31. Dezem­ber 2021 anmelden.

Mehr Infor­ma­tio­nen

Das Pro­gramm der Öko-Feld­ta­ge bie­tet eine Mischung aus Pra­xis und For­schung im öko­lo­gi­schen Pflan­zen­bau und in der Tier­hal­tung. In zahl­rei­chen Vor­füh­run­gen kön­nen Besucher*innen vie­le Maschi­nen im prak­ti­schen Ein­satz anse­hen. Inno­va­ti­ons­bei­spie­le zei­gen Pro­to­ty­pen und Neu­ent­wick­lun­gen. Ein Schwer­punkt­the­ma auf den Öko-Feld­ta­gen 2021 ist das Kli­ma, zu dem es einen Par­cours mit cir­ca zehn Sta­tio­nen geben wird. Bei­spiels­wei­se demons­trie­ren Mit­ar­bei­ten­de der Uni­ver­si­tät Gie­ßen in Feld­ver­su­chen die Mes­sung von Treib­haus­gas­emis­sio­nen. Auf einer Agro­forst­flä­che erklä­ren Expert*innen unter ande­rem, wie tief­wurzeln­de Bäu­me und Sträu­cher die Boden­ero­si­on auf stark geneig­ten Hang­flä­chen ver­rin­gern kön­nen. The­ma in der Tier­hal­tung: Inten­si­täts­stu­fen in der öko­lo­gi­schen Milch­pro­duk­ti­on, inte­grier­te Tier-Pflan­zen-Sys­te­me sowie die Koexis­tenz von Wolf und Weidetieren.
Neus­te Erkennt­nis­se zu Her­aus­for­de­run­gen wie Öko-Züch­tun­gen und Tier­wohl wer­den in Foren behan­delt und von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen dis­ku­tiert. Auf zahl­rei­chen Demo­par­zel­len stel­len Fir­men, Züchter*innen und Bera­tung zudem Kul­tu­ren von Acker­boh­ne bis Zucker­rü­be und Betriebs­mit­tel für den öko­lo­gi­schen Land­bau vor. Im Umfeld des For­schungs­stalls prä­sen­tie­ren sich Aus­stel­len­de rund um das The­ma Tier­hal­tung sowie das Tier-Forum. Ein Kul­tur­pro­gramm und kuli­na­ri­sche, regio­na­le Köst­lich­kei­ten in Bio­qua­li­tät run­den das Pro­gramm ab.

Hes­si­sche Staats­do­mä­ne Glad­bach­er­hof: Ein idea­ler Veranstaltungsort
Schwer­punk­te des 190 Hekt­ar gro­ßen Betrie­bes sind die Erzeu­gung von Saat­gut (Getrei­de) und die Milch­pro­duk­ti­on. 110 ha wer­den als Acker­land und 75 ha als Dau­er­grün­land bewirt­schaf­tet. Zie­le in der Tier­hal­tung sind pro­duk­ti­ve, lang­le­bi­ge Tie­re statt kurz­fris­ti­ge Höchst­leis­tun­gen. Die For­schungs­ak­tiv­tä­ten befas­sen sich mit der Resi­li­enz von Agrar­sys­te­men, wie zum Bei­spiel die Opti­mie­rung von Frucht­fol­ge und Boden­be­ar­bei­tung im öko­lo­gi­schen Land­bau. Kli­ma­schutz und ‑anpas­sung durch Agro­forst, Humus­wir­kun­gen von Körner­le­gu­mi­no­sen und Mulch­sys­te­men, Sor­ten­ver­su­che sowie ver­bes­ser­te Milch­pro­duk­ti­ons­sys­te­me sind wei­te­re Schwerpunkte.

Orga­ni­sa­ti­on & Veranstalter
Das star­ke Team von Part­nern orga­ni­siert die Ver­an­stal­tung 2022 in weit­ge­hend bewähr­ter Zusam­men­ar­beit. Die FiBL Pro­jek­te GmbH ver­an­stal­tet die Öko-Feld­ta­ge. Mit­ver­an­stal­ten­de sind das Hes­si­sche Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und die Jus­tus-Lie­big-Uni­ver­si­tät Gie­ßen mit der Hes­si­schen Staats­do­mä­ne Glad­bach­er­hof sowie der Lan­des­be­trieb Land­wirt­schaft Hes­sen und die Stif­tung Öko­lo­gie und Land­bau. Der BÖLW ist Schirm­herr der Ver­an­stal­tung. Das Hes­si­sche Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um unter­stützt die Ver­an­stal­tung auch 2022 wie­der finan­zi­ell im Rah­men des Öko­ak­ti­ons­plans. Die REWE Group ist Gold­spon­sor der Öko-Feld­ta­ge 2022.

Die drit­ten Öko-Feld­ta­ge fin­den auf der Hes­si­schen Staats­do­mä­ne Glad­bach­er­hof statt.

Dort wird gera­de ein neu­er For­schungs­stall gebaut.

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