Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld bei Naturlandhof Derleth in Salz

Eine Öko-Modell­re­gi­on folgt der nächs­ten – am Sams­tag, 01.06.2024 ging die Wan­de­rung mit dem Staf­fel­stab wei­ter durch die unter­frän­ki­sche Öko-Modell­re­gi­on Rhön-Grab­feld mit Besuch beim Natur­land­hof Der­leth in Salz weiter.

Micha­el Der­leth mit Fami­lie zeig­te den Besu­chen­den auf deren Bio-Fel­dern eine alte Land­sor­te Brau­gers­te und Luzer­ne zur Boden­auf­lo­cke­rung eines neu­en Bio-Ackers. Mit ihren tie­fen Wur­zeln erreicht sie Boden­schich­ten, die ande­re Kul­tu­ren nicht errei­chen. Außer­dem ist Luzer­ne – wie alle Legu­mi­no­sen- ein wah­res Stick­stoff-Kraft­werk. Mit Hil­fe von Knöll­chen­bak­te­ri­en an den Wur­zeln kön­nen die­se Pflan­zen Luft­stick­stoff bin­den und den Pflan­zen zur Ver­fü­gung stellen.

Außer­dem ging Micha­el auf das span­nen­de The­ma Was­ser­ma­nage­ment ein, schließ­lich gehört die Regi­on Grab­feld mit zu den tro­ckens­ten Anbau­ge­bie­ten Bay­erns und ist mitt­ler­wei­le Was­ser­man­gel­ge­biet. High­light des Tages war der Besuch bei den Bio-Lege­hen­nen. Die Hen­nen kom­men mit rund 17 Wochen in den Betrieb und legen etwa 1,5 Jah­re Eier. Danach wer­den sie in der Regi­on als Sup­pen­hüh­ner vermarktet.
Neben Acker­bau und Hüh­ner betrei­ben Fami­lie Der­leth auf ihrem Hof auch einen Hof­la­den und ein Hof­ca­fé, wel­ches mit­un­ter Pro­duk­te aus der Regi­on ver­mark­tet. Mehr Infos zum Natur­land­hof Der­leth gibt es auf deren Web­sei­te: https://​der​leth​-salz​.de/

Bei der Öko-Modell­re­gi­on Rhön-Grab­feld han­delt sich um eine länd­li­che Regi­on mit unter­schied­li­chen natur­räum­li­chen Gege­ben­hei­ten – Schwer­punkt Acker­bau im Süden und Grün­land­nut­zung im nord­west­li­chen Teil. Nen­nens­wert sind die hohe Anzahl von Schutz­ge­bie­ten in der Regi­on und das weit bekann­te län­der­über­grei­fen­de UNESCO-Bio­sphä­ren­re­ser­vat Rhön. Beson­ders Grab­feld zählt mit zu den tro­ckens­ten Anbau­ge­bie­ten Deutsch­lands, sodass hier das The­ma Wasser(mangel) eine gro­ße Rol­le spielt. Mehr zu den Schwer­punk­ten und Aktio­nen in der Öko-Modell­re­gi­on gibt es zu lesen auf: https://​oeko​mo​dell​re​gio​nen​.bay​ern/​r​h​o​e​n​-​g​r​a​b​f​eld

Mehr zur Wan­de­rung berich­tet die Öko-Modell­re­gi­on Rhön-Grab­feld hier: https://​oeko​mo​dell​re​gio​nen​.bay​ern/​r​h​o​e​n​-​g​r​a​b​f​e​l​d​/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​3​5​1​4​/​b​r​a​u​g​e​r​s​t​e​-​l​u​z​e​r​n​e​-​u​n​d​-​h​u​e​h​n​e​r​-​o​e​k​o​-​l​a​n​d​b​a​u​-​z​u​m​-​a​n​f​a​s​s​e​n​-​i​n​-​s​alz

Öko-Modellregion Oberes Werntal bei Biolandbetrieb Cäsar in Gut Dächheim, und Bioland-Winzer Huter in Teilheim

Von Baden-Würt­tem­berg ging es für den Wan­der­stab per Post nach Bay­ern in die unter­frän­ki­sche Öko-Modell­re­gi­on Obe­res Werntal.
Dort wan­der­ten etwa 15 Per­so­nen, dar­un­ter Landwirt*innen, Mit­glie­der des Bund Natur­schut­zes sowie jun­ge Inter­es­sier­te aus Würz­burg zusam­men mit Aja Scheu­rich, Regio­nal­ma­na­ge­rin der Öko-Modell­re­gi­on Obe­res Wern­tal am Sonn­tag, 26.05.24 von Wip­feld über pit­to­res­ke Wein­ber­ge, am Main ent­lang und durch Wäl­der zum 400ha gro­ßen Bio­land­be­trieb Cäsar im Gut Däch­heim und wei­ter zur Bio­land-Win­ze­rei Huter in Teilheim.

Auf der Stre­cke erfuhr die Grup­pe eini­ges über Frucht­fol­gen, Humus­auf­bau, den Ein­fluss des Flus­ses auf die Frost­an­fäl­lig­keit der Wein­ber­ge, der Ein­satz von Maschi­nen und deren Umgang mit Bewäs­se­rung sowie die regio­na­le Wert­schöp­fungs­ket­te derer Pro­duk­te – also z.B. wohin die Kar­tof­feln der Fami­lie Cäsar in Gut Däch­heim oder der Bio­wein von Huter in den Han­del kom­men (klei­ner Tipp: tegut und denns).
An bei­den Sta­tio­nen gab es jeweils eine wohl­schme­cken­de und erfri­schen­de Bio-Ver­pfle­gung, bei Huter gab es außer­dem eine Bio­wein-Degus­ta­ti­on vom Feins­ten im Wein­berg mit Blick auf Teilheim.

Mehr zu den bei­den Betrie­ben gibt es hier zu lesen: Gut Däch­heim – Fami­lie Cäsar: https://​oeko​mo​dell​re​gio​nen​.bay​ern/​m​e​n​s​c​h​e​n​/​3​0​5​/​g​u​t​-​d​a​e​c​h​h​e​i​m​-​f​a​m​i​l​i​e​-​c​a​e​sar; Bio­land Wein­gut Huter: https://​www​.wein​gut​-huter​.info/

Im Obe­ren Wern­tal wer­den bereits 30% der land­wirt­schaft­li­chen Flä­che nach bio­lo­gi­schen Richt­li­ni­en bewirt­schaf­tet. Mehr zu den Schwer­punk­ten und Aktio­nen in der Öko-Modell­re­gi­on gibt es zu lesen auf: https://​oeko​mo​dell​re​gio​nen​.bay​ern/​o​b​e​r​e​s​-​w​e​r​n​t​a​l​/​i​n​fos
Mehr zur Wan­de­rung berich­tet die Öko-Modell­re­gi­on Obe­res Wern­tal hier: https://​oeko​mo​dell​re​gio​nen​.bay​ern/​o​b​e​r​e​s​-​w​e​r​n​t​a​l​/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​3​5​2​9​/​e​r​f​o​l​g​r​e​i​c​h​e​-​e​t​a​p​p​e​-​d​e​r​-​b​i​o​-​w​a​n​d​e​r​u​n​g​-​i​m​-​o​b​e​r​e​n​-​w​e​r​n​t​a​l​-​e​i​n​-​t​a​g​-​v​o​l​l​e​r​-​e​n​t​d​e​c​k​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​g​e​n​uss

 

Biohof Braun

Am Frei­tag, 01. Dezem­ber ging es zu Fuß bis zum Bio­hof Braun in Aurich/Vaihingen! Dort gab es eine Hof­füh­rung und einen Ein­blick in deren Hof­la­den. Die Wan­der­rou­te star­te­te um 13 Uhr ab Bio­hof See­mann in Eber­din­gen und führ­te über die Bio­land Gärt­ne­rei Lai­se­acker. Hier liegt nun der Wan­der­stab und freut sich, bald auf einer nächs­ten Etap­pe wei­ter­ge­tra­gen zu werden! :)

Der Fami­li­en­be­trieb Braun wur­de 1971 von Erich und Eli­sa­beth Braun auf den öko­lo­gi­schen Anbau umge­stellt. Sie waren damals die ers­ten Pio­nie­re des öko­lo­gi­schen Land­baus. 1972 wur­den sie dann Mit­glied im Bio­land­ver­band. Damals gab es in ganz Deutsch­land nur 30 Bio­land­be­trie­be. 1988 wur­de der Bio­hof-Braun an Micha­el Braun über­ge­ben. Im sel­ben Jahr wur­de auch das Gemü­se­abo gegrün­det, und heu­te hat der Bio­hof Braun einen Bio-Lie­fer­ser­vice mit ca. 70 Mit­ar­bei­ten­den und einen schö­nen Hofladen.
In der Land­wirt­schaft bewirt­schaf­tet der Bio­hof Braun 65 ha. Getrei­de, Kür­bis­se, Boh­nen und ein viel­fäl­ti­ger Gemü­se­bau (wie Zucker­mais, Zuc­chi­ni, Man­gold oder Spi­nat) sind die Haupt­kul­tu­ren. Die­se viel­fäl­ti­ge Frucht­fol­ge garan­tiert die Erhal­tung der Boden­frucht­bar­keit. Auf 5000 m² Gewächs­haus­flä­che wird ein umfang­rei­ches Sor­ti­ment an Fein­ge­mü­se ange­baut. Im Früh­jahr sind es Sala­te, Kräu­ter, Kohl­ra­bi, Radies­chen, Man­gold und Kres­se. Im Som­mer Toma­ten, Papri­ka, Gur­ken, Auber­gi­nen und Stan­gen­boh­nen. Im Win­ter Feld­sa­lat, Pos­te­lein und Spi­nat. Durch die­sen viel­fäl­ti­gen Anbau gibt es in den Gewächs­häu­sern wenig Krank­hei­ten und Schädlinge.

Bioland Gärtnerei Laiseacker

Unse­re nächs­te Wan­der­etap­pe führ­te am Frei­tag, 01. Dezem­ber über die Bio­land-Gärt­ne­rei Lai­se­acker. An die­sem Tag öff­ne­te deren Hof­la­den und es gab ein­ma­lig 10 % Rabatt auf das gesam­te Sor­ti­ment. Und das ist noch nicht alles: am sel­ben Tag fand dort ein klei­ner Weih­nachts­markt statt. Es erwar­te­ten einen dort so eini­ge Lecke­rei­en: fri­sche Brat­äp­fel, Crê­pes, Würs­te, Punsch & Glüh­wein! Außer­dem konn­te man einen Advents­kranz bin­den und ers­te Geschenk­ideen zu Weih­nach­ten sammeln.

Bei Lai­se­acker wer­den viel­fäl­ti­ge Gemü­se­sor­ten ange­baut, dabei wer­den die Pflan­zen vom Samen an groß­ge­zo­gen und in der Bio­kis­te an Kun­den nach Hau­se gelie­fert. Der Anbau erfolgt nach Bio­land Richt­li­ni­en und das von Anfang an, seit 1987. Zusätz­lich zu den eige­nen Erträ­gen ergänzt das Team Lai­se­acker das Sor­ti­ment mit bio­lo­gi­schen Erzeug­nis­sen von regio­na­len und inter­na­tio­na­len Bio-Landwirt*innen, sodass mit der Bio­kis­te der gan­ze Wochen­ein­kauf erle­digt wer­den kann!

Biohof Seemann

Am 30. Juli 2023 wur­de der Wan­der­stab in einer schö­nen Wan­de­rung durch Baden-Würt­tem­berg über­ge­ben an die Betriebs­lei­ten­den des Fami­li­en­be­triebs See­mann. Sie bewirt­schaf­ten ihren gesam­ten Hof bereits seit 2004 nach Bio­land-Richt­li­ni­en. Sie bau­en Erd­bee­ren (auch zum Sel­ber­pflü­cken), Him­bee­ren und Brom­bee­ren und Getrei­de an. Außer­dem gibt es auf dem Hof einen wun­der­schö­nen Hof­la­den! Bei der Wan­de­rung waren Fami­lie Gries­ha­ber & Schmid, Fami­lie See­mann und Kolleg*innen vom FiBL Deutsch­land dabei. Bei See­mann gab es eine Hof­füh­rung, lecke­re Köst­lich­kei­ten und span­nen­de Gespräche.

Grieshaber & Schmitt

Auf dem Aus­tra­gungs­ort der Öko-Feld­ta­ge 2023, dem Bio­hof Gries­ha­ber & Schmid in Dit­zin­gen-Hirsch­lan­den, star­te­te die Wan­der­ak­ti­on #geh2oekofeldtage2025.

Der Fami­li­en-Betrieb mit vier Betriebs­lei­ten­den wirt­schaf­tet seit 1981 unter Bio­land-Richt­li­ni­en. Die ursprüng­li­chen Schwer­punk­te des Betrie­bes bestehen bis heu­te im Anbau von Getrei­de, Kar­tof­feln, Feld­ge­mü­se und Acker­fut­ter, sowie der Grün­land­be­wirt­schaf­tung und Milch­vieh­hal­tung. Sie pfle­gen außer­dem land­schafts­prä­gen­de Streu­obst­wie­sen mit ca. 700 Streu­obst­bäu­men. Eine 75 kW Bio­gas­an­la­ge ver­wer­tet Gül­le und Mist.